Ich verbinde in meiner Arbeit die archetypische Figur des Clowns mit den Bereichen Pflege und Pädagogik. So war der Clown schon bei den Indianern „Heyoka“ genannt, ein angesehener und weiser Mann, welcher zum Kreise der Medizinmänner und Heiler gehörte. Wenn man so will, hat die heute praktizierte therapeutische Clownerie (Klinikclownerie) dort ihren Ursprung.

Humor bzw. Lachen hat wie mittlerweile wissenschaftlich bewiesen eine positive Wirkung auf den Heilungs- und Genesungsprozeß. Zudem hilft er in kritischen Momenten des Lebens eine andere Sichtweise auf die Dinge zu erhalten und somit die Gedanken auf etwas Positives zu lenken.

Mittlerweile werden Clowns nicht nur in Kinderkliniken und Pflegeheimen eingesetzt. Der Einsatz von Therapie-Clowns gewinnt auch in anderen sozialen und thearapeutischen Einrichtungen zunehmend an Bedeutung. So ist es für mich in meiner Arbeit ein besonderes Anliegen meine Erfahrungen in der sozialen Arbeit mit der Sicht eines Clowns zu verbinden. Die gegensätzlichen Arbeitsweisen passen auf den ersten Blick nicht zusammen. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass gerade dies Synergien freisetzt, welche im Arbeits-, Klinik- oder Schulalltag einen Perspektivwechsel herbeiführen, der einen kreativen, humorvollen und kompetenten Umgang in schwierigen Situationen ermöglicht. Krisensituationen als Geschenk zu sehen, den Blickwinkel zu verändern, sich durch tiefe Empathie in sein Gegenüber hineinzuversetzen und ihm in einer für ihn angemessenen und verständlichen Form zu begegnen.

Das ist der Clown.

Er schlägt Brücken, wo sonst selten Brücken zu finden sind.

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